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| Fotomontage: Andé Weyand im Laufduell gegen Dreikirchens Stürmer |
Bis zu diesem Zeitpunkt hatte man sich im Wahrsten Sinne des Wortes ohne Niederlage durch das Turnier gemogelt, doch beim nächsten Gegner wurden noch einmal Erinnerungen an das grauenhafte Heimdebakel geweckt und gleichsam der Wille, sich für diese Schmach revanchieren. Die Zeichen dafür standen gut: Titan Weyand hatte bislang nur einen Treffer zugelassen und mehrere 100%ige Chancen vereitelt. Man hatte sich extra für dieses Spiel ein System ausgedacht. Man wollte gegen Dreikirchen keinen Gegentreffer kassieren. Und das hat auch bis zum Gegentreffer super hingehauen. Doch dann war es ebenjener bärenstarke André Weyand, der gleichsam wie einst der große Oliver Kahn seine Farben im Turnier hielt um dann in einem Moment der Unachtsamkeit einen, von außen betrachtet, unnötigen Gegentreffer zu kassieren.
Doch dem Rückhalt der Blauweißen einen Vorwurf zu machen, drängte man auf den Ausgleich, der jedoch aufgrund der schwachen Chancenverwertung nicht fallen wollte. So ging es bis eine Minute vor dem Abpfiff munter Richtung Dreikirchens Tor. Und als der Unparteiische von seinem festen Punkt im Mittelkreis (von dem er sich bis zum Ende des Turniers nicht weg bewegte) auf Eckball für Niederelbert entschied und auch dass die letzten Sekunden der Partie abliefen, nahm sich Keeper Weyand sowohl ein Herz als auch die Beine in die Hand und begab sich in den gegnerischen Strafraum.
Das Highlight des Turniers
Was nun folgte, war der eigentliche Höhepunkt des Turniers, wodurch Dreikirchen zwar das Spiel, Niederelbert, oder besser: Niederelberts Keeper die Herzen der mitgereisten Zuschauer gewann. Der Eckball wurde abgefangen und in Richtung Niederelberter Gehäuse bugsiert. Zunächst sah es zwar so aus, als ginge der Ball ins Aus und der Schiedsrichter würde die Partie beenden, doch dann nahm der Ball eine seltsame Wendung und drehte sich wieder weg von der Außenlinie. Während sämtliche Spieler auf dem Feld dem rollenden Ball hinterher sahen, bemerkte der Dienst älteste Dreikirchener, dass sich kein Torwart im Elberter Kasten befand und setzte zum Sprint an. Der erste Niederelberter, der daraufhin schaltete war eben jener aufgerückte André Weyand, der daraufhin in unbeschreiblicher Art und Weise hinterher hechtete (oder hechelte?). Dieses Laufduell Mann gegen Maschine, dass den Zuschauern auf den Rängen für gefühlte 10 Sekunden den Atem raubte, wurde leider zugunsten des Dreikirchener Stürmer entschieden, der den Endstand von 2 : 0 markierte.
Nichtsdestotrotz zollten die Zuschauer dem Elberter Keeper höchsten Respekt für diese fuliminante Aufholjagd. Da in diesem spannenden Moment keiner mehr daran dachte eine Kamera zu ziehen, und wir die Szene leider nachdem Turnier mangels eines Protagonisten nicht mehr nachstellen konnten, war der Verfasser dieses Berichts so frei, die Szene in einer Fotomontage festzuhalten.

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