Mittwoch, 22. Dezember 2010

Mösis nicht olympische Sportarten - Heute: Rutschen

Wer braucht Pisten oder Eiskanäle? Wer etwa Eislaufplätze? Wenn es Petrus überhaupt gibt, was ich persönlich in Zweifel ziehe, dann meint er es dieser Tage mit uns Autofahrern nicht gut. Mit Fußgängern im Übrigen auch nicht, aber die hätten ja auch rechtzeitig den Führerschein machen können. 


Das Rutschen auf den Strassen des Landes wird zunehmend zu einem unfreiwilligen Volkssport, dem ein gefährlicher Charakter nachgesagt werden kann. Allüberall findet man nicht nur die Weihnachtsbeleuchtung, auch schlitternde Fahrzeuge, sich im Graben wiederfindende Lastkraftwagen und auch Busse, die kaum noch den Hügel hochkommen, bestimmen die Szenerie. Eine malerische Landschaft sieht anders aus als eine gesperrte A3, auf der die Räumfahrzeuge nicht mehr vorwärts kommen. Selbst die Häuslebauer zwingt es in den frühen Morgenstunden zur Ertüchtigung vor die warme Hütte, um das weiße Zeugs vom Pflaster zu kratzen, damit sich niemand vor dem Grundstück auf die Schnauze legt, um letztlich noch rechtliche Ansprüche gegen wen auch immer geltend zu machen. Denken wir an die Silos voller Streusalz. Diese sind ein weiteres Indiz für die Unzulänglichkeiten kommunaler und städtischer Betriebe. Waren diese noch reichlich gefüllt vor wenigen Tagen, hat sich das Material inzwischen verflüchtigt und der Nachschub stockt ebenso wie der Verkehr auf den Strassen des Landes. Und warum das alles? Ganz klar: Die Silos waren zwar gefüllt, sie sind aber zu klein angelegt worden.

Das Wetter wird zum Schicksalsschlag der Städte und Kommunen. Man kann ja auch nicht ernsthaft damit rechnen, dass der Winter das bringt, was die Jahreszeit nun immer häufiger auch verspricht. Das hat weniger mit dem „Klimawandel“ zu tun als vielmehr mit der Beklopptheit der im Elfenbeinturm sitzenden Verantwortlichen für das Desaster auf Strassen und Wegen. Nicht einmal mehr die Nebenstrassen können geräumt werden, täglich werden gar Neudefinitionen entworfen, was denn überhaupt Haupt- und Nebenstrassen sind. Die Zahl der von Schnee und Eis befreiten Strecken nimmt weiter ab und der damit vorhersehbare Schaden an Mensch und Material weiter zu. Willkommen im Land der Bekloppten und Bescheuerten! Im nächsten Leben werde ich mir genau überlegen, was ich denn werde und das sollten alle auch einmal tun beziehungsweise werden.

Zyniker verweisen auf „warme Gedanken“, die man sich machen sollte. Solch fehlgeleitete Individuen wissen nicht wovon sie sprechen und was sie tun. Die Reinkarnation des James Dean Films. Mir fällt dazu nur der Name einer unbekannten Roy Black Revival Band ein: Guns `n Weiß!

Für mich hat das nichts mehr mit olympischem Sport zu tun. Ich werde mich nicht dafür stark machen, solche Dinge zu thematisieren und am Ende noch zu entscheiden, dass das Programm der Spiele einen solchen Beitrag auch tatsächlich braucht. Im Sommer schon mal gar nicht. Der Winter hat seine eigenen Gesetze, die Winterspiele haben diese auch, aber solange nur im Sommer Spikes zum Laufen getragen werden kann ich die Wintersportler nicht wirklich ernst nehmen.

Montag, 20. Dezember 2010

Sonntag, 19. Dezember 2010

Sonntag, 12. Dezember 2010

Mösis nicht olympische Sportarten - Heute: Dämmern

Dämonen sind unter uns, und sie bringen den Sport in Verruf. Der Sport, welchem wir uns so hingezogen fühlen. Der Fußball regiert nicht nur die Welt, sondern eine kleine Riege vielfach kleiner Männer regiert den Fußball. Mit dämmert zwar, es werde Licht, aber den Schalter zur Offenbarung des Unheils habe ich beileibe noch nicht gefunden.


Olympische Sportarten sind nur so schön wie der Gedanke an ihre Strippenzieher im Hintergrund, „Funktionäre“ im Volksmund, den Gebrauch des durchaus philosophisch einsetzbaren Adjektivs „schön“ denn zulassen. Götterdämmerung könnte man meinen, wenn einem noch klarer wird, dass Stimmen zur Vergabe von Fußball-Weltmeisterschaften ver- bzw. gekauft worden sind. Wo eine Nachfrage besteht gibt es zuweilen ein Angebot, was nicht einmal Sozialisten verneinen können, während dies zum täglichen Nachtgebet Marktliberaler gehört. Mehrheitsfindung und Demokratie sind zwar die eine Sache, aber wie will man diese ernsthaft exekutieren, wenn es Exekutivkomitee-Mitglieder gibt, die von Inhalten dieser Worte noch nichts gehört haben. Das ist kein Olympischer Korpsgeist. Das widerspricht allen Gepflogenheiten des Sports und gehört nicht in das Programm der Spiele.

Nun will man als Jungsenior nicht altklüger erscheinen als mancher Altbundeskanzler dies zuweilen vorgibt. Es soll nämlich auch Fußballanhänger geben, die ihre Vereinszuneigung wechseln wie andere die Unterwäsche. Diese vergessen dabei allerdings, dass der Vereinwechsel eines wahren Fans durchaus mit einem Fremdgehen vergleichbar wäre, jedoch lange nicht so seriös ist.

Was hat dies mit dem „Dämmern“ zu tun? Ganz einfach: Wenn es Licht wird, sollte man sich zumindest halbwegs wiederfinden und –erkennen können, will man nicht täglich neue Ausreden für Sein und Verbleib erfinden müssen. Unprätentiöser könnte man das fehlgeleitete Handeln kaum zu rechtfertigen suchen. So einfach darf man sich als Fremdgänger, Anhänger und Wahlmänner nicht abspeisen lassen. Wenn man den Berichten glaubt, dann rollt der Rubel zumeist auch immer in die richtige Richtung, während Petrodollars ohne Ende aus der Erde sprudeln.

Meine Zufriedenheit wächst mit dem Tag, an welchem der Internationale Radsportverband das Ende des Dopings verkündet, Rudolf Scharping zum Präsidenten wählt und die Teilnehmer an der Frankreichrundfahrt zum Prolog ohne Sauerstoffgerät über den Montblanc schickt. Alles eine Frage der ausgereiften Technik.

Ergo: So darf man mit den Leitgedanken des Olympischen Sports nicht umgehen. Mit Füßen werden wir Steuerzahler vom Staat schon genug getreten und aus diesem Grund plädiere ich für a) eine Ablehnung der Aufnahme ins Olympische Programm und b) eine Mindestkörpergröße für männliche Entscheidungsträger der Sportpolitik.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Neues aus dem Rathaus.

El Presidente
Es spricht, resp. schreibt zu seinem Volke: El Presidente (in geschliffener Rethorik)

Am kommenden Samstag, 11.12.2010, findet die traditionelle Winterwanderung des SV statt. Wir starten um 13.00 Uhr… Da für das leibliche Wohl gesorgt wurde, Rölfchen war so gut, hoffe ich doch, dass ihr mit Kind und Kegel teilnehmen werdet.

Der erste Niederelberter Nierengulasch Sternekoch, uns allen als fast Nationalspieler bekannte Fußballlehrer, einzig wahrer Beherrscher von 110 verschiedenen Sexualstellungen und nebenberuflicher Chefarzt am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Montabaur h.C. Roland Bach hat die AH zu seinem Geburtstag eingeladen. Da er uns wieder von seinen Kochkünsten überzeugen will fragt er an, wer kommt… Freitag 17. Dezember, 19.00 Uhr treffen wir uns am Rathaus. Also: Wer Zeit und Lust hat meldet sich bitte kurz bei mir bis Freitag

Danke und Grüße aus dem Rathaus,
Guido

Auftakt der Hallensaison

Heute startete die lang ersehnte Hallenrunde, Spielplatz für Technikverliebte und Dribbelkünstler und auch den Autor, für den die Halle irgendiwe ein wenig zu kurz und zu schmal war...

Montag, 6. Dezember 2010

Mösis nicht olympische Sportarten - Heute: Schreiben

Wer diesem heutigen Sport frönt, der bleibt. Da auch die Feder mächtiger ist als das Schwert und Worte ebenso töten können wie Blicke, fällt das Schreiben unter die unbedingte Rubrik der Kampfsportarten mit ungewissem Ausgang.


Es kann eben auch einmal passieren, dass die krampfhafte Aneinanderreihung von gedankenlosen Worten zu einem Kampf für den Leser wie den Verfasser wird, an dessen Ende alleine ein unentschiedener Ausgang noch keinerlei Aussagen über den finalen Sieg zulässt. Wenn Sport eine ultimative Herausforderung voller prickelnder Spannung ist, dann muss das Schreiben zwangläufig Mitglied der großen Olympischen Familie werden. Es reichen manchmal einfach Drei Groschen aus, um eine Oper zu lesen, die andere nicht einmal singen würden. Autonomes Handeln schreibt niemand dem Sportler vor, er allerdings schreibt das Handeln fiktiver Figuren einfach autonom nieder, auch wenn er als Autor manchmal eher der Lautschrift des fiktiven folgen würde als seinen Gedanken nachzuhängen. 

Ein Dilemma in das sich nur ein Schreiber begeben kann, wenn er seine Gedanken auf eine lange Reise schickt. Mitten in den schönsten Erlebnissen reißen ihn die Leser aus seinen Ambitionen, denn niemand möchte die geheimsten Wünsche eines Individuums lesen, wenn diese ausschließlich in der Selbstbeschäftigung vergraben sind und keinen Einblick in das wirkliche Schaffen zulassen. Hier muss eingeschritten werden, damit nach allen Regeln der Kunst geschrieben werden kann. Da man alles eben selber schreiben muss, interessiert heute auch niemanden mehr, was so alles geschrieben steht. Selbst sind die Gedanken selbst dann noch, wenn sie über den Wolken schwebend fernab jeglicher Realität in Abwesenheit von geistiger Thermik plump zu Boden schlagen und einen geistigen Flurschaden anrichten. 

Wenn man einfach liest, was ein anderer schreibt, dann muss man eben auch sehen, wo man bleibt. In dieser Wechselwirkung wird der Schreiber meist nicht verstanden, denn er vermag zu selten auszudrücken, was er eigentlich sagen mag. Dies auch im mündlichen Sprachgebrauch zu nutzen wissen, bedeutet eine deutliche Verwirrung aller Beteiligter an den gegenseitigen Versuchen, Worte in Sinn umzusetzen. Olympia erfreut sich einer neuen Herausforderung, denn Sinn und Unsinn liegen ebenso beieinander wie Genie und der Versuch, hierdurch seinen Wahnsinn zu verschleiern. Ist der Autor wortgewaltig, dann kann er auch die Dinge sagen, die ihm nicht über die Lippen kommen. Die Feder versagt als Ausscheidungsorgan bekanntlich nur dann, wenn der Tripper zugeschlagen hat und einem Auslauf nichts mehr im Wege steht. 

Ein weißes Hemd empfiehlt sich bei all diesen Ergüssen eben nicht, weiteres Nachfragen zur gekonnten Sinnentnahme auch nicht. Also nimmt man das Schreiben so hin, man entscheide eben selber, ob der Tintenkiller sein ultimatives Werk verrichten muss oder das Pergament am Ende besser doch nicht zu Papier weiterentwickelt worden wäre. Man mache sich eben keine Gedanken, denn die lenken von einer Leistungsfähigkeit im Olympischen Sinne ab. Die Favoritenrolle wird das Schreiben nicht so einfach los, denn Millionen wollen es einfach lesen. Sie wollen die Entscheidung schwarz auf weiß haben. 

Schreiben wird Olympisch, der Daumen muss nach oben!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Schaschlikessen bei Roland

Am Freitag, 17.12.2010 treffen wir uns zum Schaschlikessen bei Roland. Wer Roland ist, warum es da Schaschlik gibt und auch die genaue Uhrzeit, wann es los geht, wird noch bekannt gegeben.